Alpine Wintertouren
Auch hier gilt: Die Wintertouren um das Taschachhaus befinden sich in einer grandiosen hochalpinen Lage, die durchaus anspruchsvollen Charakter haben und damit Gefahren von Lawinen und Gletscherspalten mit sich bringen. Das Mitführen eines LVS-Gerätes, Schaufel und Sonde (evt. ABS-Rucksack) ist ebenso notwendig wie eine Gletscherausrüstung.
Für ein sichereres Alpinerlebnis ist im Winter ebenso eine gute Tourenplanung wichtig:
- Lawinenlagebericht: www.lawine.at/tirol/index.html
bez. kostenloser Telefonbanddienst (der Netzanbieter A1 bietet Empfang am Taschachhaus): 0043(0)800 800 503;
vom Ausland (kostenpflichtig) Tel.-Nr.: 0043(0)512 581 839 503. - Geländesteilheit: gis2.tirol.gv.at/scripts/esrimap.dll
- Wetter: www.alpenverein.at/portal/wetter/index.php, www.zamg.ac.at/wetter/prognose/tirol/
Taschachhaus, 2.434 m Zustieg Taschachtal
3 Stunden, den Zustieg durch das Taschachtal beginnt man am besten in Mittelberg 1.740 m, da dies der kürzeste Anstieg aus dem Tal ist; im Taschachtal muss die Lawinengefahr aus den Flanken des östlichen Gebirgskamms berücksichtigt werden; manchmal ist das Taschachtal bis zur Talstation der Materialseilbahn Taschachhaus (2.042 m) mit einer Pistenraupe präpariert
Taschachhaus, 2.434 m, Zustieg Variante Abfahrt und Gegenanstieg vom Gletscherschigebiet – Auffahrt mit der Pitztaler Gletscherbahn bis zum Mittelberg Joch
1,5 Stunden für die Abfahrt vom Mittelbergjoch und den Gegenanstieg zum Taschachhaus, kann bei sicheren Lawinenverhältnissen und sicheren Verhältnissen bei der Überquerung der Spaltenzone am Taschachferner als alternativer Zustieg gewählt werden; Vorsicht ist nach der Querung des Taschachferners ab einer Höhe von ca. 2.500 m geboten, da eine zu hohe Traversierung auf die Gletschermoräne durch Lawinen von der Flanke des Urkundkopf heikel sein kann – in diesem Fall besser bis vor die Talstation der Materialseilbahn (2.042 m) abfahren und dort aufsteigen
Wildspitze, 3.770m und 3.772 m
5-6 Stunden, zwei Varianten: Aufstieg/Abfahrt über den Taschachferner oder Aufstieg/Abfahrt über Urkundsattel; für beide Varianten gilt: die Routen führen über teilweise spaltenreiche Zonen, die nicht zu unterschätzen sind; mittelschwere bis schwere Tour
Hinterer Brochkogel, 3.635 m
5-6 Stunden, die Brochkogel-Tour ist mit der Wildspitz-Tour bis in das Taschachferner-Becken in eine Höhe von ca. 3.400 m identisch; von dort drei übliche Varianten: Anstieg über den N- bzw. über den SO-Grad oder über die N-Flanke; mittelschwere bis schwere Touren
Petersenspitze, 3.484 m
4-5 Stunden, auch bei dieser Tour die beiden Anstiegsvarianten Taschachferner bzw. Urkundsattel; als Variante kann die Petersen N-Wand reizvoll sein; mittelschwere bis schwere Tour
Taschachwand, 3.365 m
4-5 Stunden, die Taschachwand kann – mit Ausnahme der Variante N-Wand – mit anderen Gipfelzielen gut kombiniert werden; mittelschwere Tour
Pitztaler Urkundrunde, 3.060 m (Urkundsattel)
3 Stunden, ist als Eingeh- bzw. Heimkehrtagstour empfehlenswert – Aufstieg über den Sexegertenferner und Abfahrt über den Taschachferner vom Urkundsattel, welche auf Grund ihrer Steilheit jedoch nicht zu unterschätzen ist; mittelschwere Tour
Hochvernagtwand, 3.400 m
4 Stunden, Variante Sexenjoch (3.303 m): die Spaltenzone unterhalb des Jochs kann heikel sein; Variante Urkundsattel – N-Flanke: die ca. 50 Grad steile Flanke ist sowohl im Aufstieg als auch in der Abfahrt hervorragenden Schibergsteigern vorbehalten; schwere Tour
Hochvernagtspitze, 3.539 m
4 Stunden, bis zum Sexenjoch (3.303 m) die selbe Route, wie zur Hochvernagtwand; schwere Tour
Südliche Sexegertenspitze, 3.429 m
4 Stunden, Anstieg über die steile und spaltenreiche Route unterhalb des Sexenjochs; schwere Tour
Nördliche Sexegertenspitze, 3.350 m
4 Stunden, im S-Verlauf wird der Sexegertenferner in das obere Gletscherbecken gewählt; die letzte Steilstufe kann heikel sein; mittelschwere Tour
Hintere Ölgrubenspitze, 3.296 m
4 Stunden, die beiden Varianten O-Flanke und Ölgrubenjoch lassen sich im Aufstieg bzw. in der Abfahrt miteinander vereinen – Abfahrtsvariante Ölgrubenjoch meist schöner; Mittelschwere Tour
Ölgrubenkopf, 3.392 m
4 Stunden, über den kleinen Eissee auf 2.849 m im Sexegertental zum Ölgrubenkopf; mittelschwere Tour
Vordere Ölgrubenspitze, 3.456 m
5 Stunden, über den Vorderen Ölgrubenferner in das Schidepot auf ca. 3.250 m – der Kletteranstieg über die Bänder und Kamine zum Gipfel ist als sehr schwere Tour zu klassifizieren; ebenso ist der Klettergrad vom Ölgrubenkopf kommend als schwierig zu bezeichnen; schwere (Schidepot) bis sehr schwere Tour
Bliggspitze, 3.454 m
5 Stunden, über den Vorderen Ölgrubenferner in die Bliggscharte und über den Bliggferner zur Spitze; Variantenmöglichkeit über die NO-Flanke ca. 40 Grad – Vorsicht ist am Mittleren Eiskastenferner auf die spaltenreiche Gletscherzone zwischen 3.100 und 2.950 m geboten; mittelschwere bis schwere Tour
Wurmtaler Kopf, 3.228 m
4 Stunden, über den Vorderen Eiskastenferner in die Einsattelung auf 3.067 m und in leichter Kletterei zum Vorgipfel bzw. weiter zum Hauptgipfel, leichte Tour
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